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forstwirtschaft 4.0 – die zukunft beginnt heute

Österreichischer Forstverein, Eisenstadt, 24. Mai 2018: Alljährlich wird alternierend in den Bundesländern die Österreichische Forsttagung abgehalten, bei der aktuelle Themen aufgearbeitet werden. Heuer steht das Thema „forstwirtschaft 4.0 – die zukunft beginnt heute“ im Vordergrund. Die Digitalisierung ist auch für die Forstwirtschaft von großer Bedeutung, um alle gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald auch in Zukunft erfüllen zu können. Austragungsort ist das historisch bedeutende Eisenstadt, Hauptstadt in jenem Bundesland, wo der Holzbau ein großes Entwicklungspotential aufweist. Zur zweitägigen Veranstaltung werden mehr als 400 Personen erwartet.

„Mit dem Thema „forstwirtschaft 4.0 – die zukunft beginnt heute“ stellt sich unsere Tagung der spannenden, aber auch sehr schwierigen Herausforderung: einen Blick in die Zukunft zu werfen. Leistbare Zukunftskonzepte in der Planung und in der modernen Forsttechnik bilden eine unverzichtbare Basis für den Aufbau und Erhalt multifunktionaler Wälder. Die umschließende Klammer zwischen Planung, Bewirtschaftung und der weiteren Wertschöpfungskette bildet das innovative Wissensmanagement. Das heißt, wie können wir vorhandene oder gesammelte Daten effizient nutzen und teilen, um einen Mehrwert für alle Teilnehmer entlang der Wertschöpfungskette zu generieren. Durch die digitale Welt vergisst aber auch die Gesellschaft immer mehr, wie die Arbeit im Wald tatsächlich aussieht. Hier werden wir intensiver kommunizieren müssen, welche Bedeutung unsere multifunktionalen Wälder haben. Sie erfüllen viele wirtschaftliche und gesellschaftliche Anforderungen besser als Plantagen, die uns digitale Modelle oft nahelegen,“ umreißt DI Mag. Johannes Wohlmacher, Präsident Österreichischer Forstverein die Inhalte der Tagung.

„Die größte Herausforderung für den Wald derzeit ist der Klimawandel. Längere Hitzeperioden, verringerte bzw. zeitlich verschobene Niederschläge sowie weniger Frosttage werden dazu führen, dass die Wälder von heute, morgen anders ausschauen werden. Die Digitalisierung kann diese Entwicklung nicht aufhalten. Mit neuen Technologien und Innovationen können aber die Prozesse und Abläufe in der Bewirtschaftung effizienter gestaltet werden. So wird auch in Zukunft eine multifunktionelle nachhaltige Waldbewirtschaftung zum Wohle des Waldes, der Waldbesitzer und der Gesellschaft möglich sein. Auch in der kleinstrukturierten Forstwirtschaft, wie wir sie besonders im Burgenland vorfinden“, ist DI Lois Berger, Obmann Burgenländischer Forstverein von einer schlagkräftigen Forstwirtschaft auch in der Zukunft überzeugt.

„Die Forstwirtschaft hat nicht nur eine große Vergangenheit, sondern eine noch viel größere Zukunft. Die Klima- und Energiestrategie der neuen Bundesregierung beispielsweise ist nur mit dem vermehrten, intelligenten Einsatz von Holz und durch das besondere Engagement des gesamten Sektors umsetzbar. Holz ist ein uneingeschränkt genialer Wertstoff mit einer fantastisch breiten Palette an Einsatzmöglichkeiten. Denke man dabei etwa an die spektakuläre, moderne Holzarchitektur oder die noch ungeahnten Möglichkeiten, die uns die Bioökonomie erschließen wird. Die moderne österreichische Forstwirtschaft hat nicht nur die Aufgabe, unsere Wälder klimafit, sondern auch sich selbst zukunftsfit zu machen. Denn Digitalisierung, moderne Technik und innovatives Wissensmanagement sind auch in unserem Sektor gelebte Realität. Das alles sind Themen, die besonders auf die Jugend große Faszination ausüben. Darin liegt auch unser Zukunftskapital für den coolen Werkstoff Holz, ist Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Vorsitzender der Kooperationsplattform Forst Holz Papier zutiefst überzeugt.

„Die umsichtige Bewirtschaftung der heimischen Wälder ist Grundlage für den begehrten Werkstoff Holz. Als einer der größten Forstbetriebe Österreichs freut es uns daher besonders, dass aufbauend auf diesem Verständnis, die regionale Nachfrage nach Holz und Holzprodukten zuletzt deutlich zugenommen hat. Gerne haben wir daher mit Schloss Esterházy in Eisenstadt, sowie im Rahmen der Biofeldtage am 15. und 16. Juni 2018 am Seehof in Donnerskirchen zwei besonders attraktive und stark frequentierte Besucherstandorte für die Präsentation der „woodbox“ bereitgestellt“, freut sich DI Matthias Grün, Geschäftsführer PANNATURA GmbH über die gelungene Kooperation von proHolz Burgenland und dem Forstverein.

Vorträge zur Österreichischen Forsttagung 2018 können auf der Homepage des Österreichischen Forstvereins www.forstverein.at nachgelesen werden. Die nächstjährige Forsttagung führt in die grüne Steiermark.
 
 
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